Was kostet eine Website in der Schweiz? Die Spanne

Was kostet eine Website in der Schweiz? Die Spanne

Was kostet eine Website in der Schweiz? Eine einfache Firmen-Website startet bei rund 2'000 Franken, mit mehreren Unterseiten und Erweiterungen liegen die Offerten meist zwischen 3'000 und 5'000 Franken, ein individuell gebauter Auftritt beginnt bei etwa 6'000 Franken. Das sind keine geschätzten Zahlen, sondern Richtwerte aus Offerten, die das Schweizer KMU-Beschaffungsportal Gryps für Webseitenerstellung zusammenträgt. Die Spanne ist so breit, weil der Preis nicht das Produkt beschreibt, sondern den Umfang.

Die Spanne, ehrlich beziffert

Wer zum ersten Mal eine Offerte einholt, sucht eine Zahl und bekommt eine Bandbreite. Das ist keine Ausflucht der Anbieter. Website ist keine Produktbezeichnung, sondern ein Sammelbegriff für sehr verschiedene Bauaufträge.

Was Sie bestellenWas der Schweizer Markt dafür verlangt
One-Pager, eine einzige Seiteab rund 2'000 Franken
Website mit Unterseiten und Erweiterungen3'000 bis 5'000 Franken
Individuell gebauter Auftrittab rund 6'000 Franken
Website mit eigener Softwareanwendungab rund 20'000 Franken

Nach oben bleibt die Skala offen: Plattformen mit Benutzerkonten und eigener Logik beginnen bei etwa 50'000 Franken. Für die meisten Betriebe in der Ostschweiz, die Kundschaft informieren und Anfragen einsammeln wollen, sind aber die ersten beiden Zeilen die Realität.

Der Unterschied ist nicht der Preis, sondern wer die Arbeit macht

Richtig unangenehm wird die Preisfrage erst, wenn drei Anbieter dasselbe Projekt offerieren und drei Zahlen zurückkommen, die kaum zusammenpassen.

Für eine Firmenhomepage mit vier Unterseiten reichen die eingegangenen Offerten von 2'400 bis 6'800 Franken, im Schnitt landen sie bei 4'400 Franken. Derselbe Auftrag, fast der dreifache Preis. Der Aufschlag steckt selten im Aussehen. Er steckt in den Arbeitsstunden, die jemand anders übernimmt: Texte schreiben, Bilder beschaffen, Struktur aufbauen, Inhalte pflegen, nach dem Start weiterlaufen lassen.

Der Unterschied zwischen zwei Anbietern liegt selten in der Idee. Er liegt darin, wie viel Produktion im Preis mitläuft und in welchem Takt sie geliefert wird.

Eine tiefe Offerte ist deshalb nicht automatisch die bessere und nicht automatisch die schlechtere. Sie ist eine Rechnung mit einem stillen zweiten Posten: Ihrer Zeit. Wer die Texte selbst liefert und die Bilder selbst macht, spart real Geld. Wer das nicht tut, hat eine halbfertige Seite gekauft, die dann monatelang so bleibt.

FIRMENHOMEPAGE, VIER UNTERSEITEN2400TIEFSTE OFFERTE6800HÖCHSTE OFFERTEUntere Grenze der eingegangenen Angebote in Franken.Obere Grenze für exakt dasselbe Projekt.
Offert-Spanne für ein identisches Projekt, erhoben vom KMU-Beschaffungsportal Gryps.

Vier Fragen, die aus Zahlen vergleichbare Offerten machen

Vergleichbar werden Offerten erst, wenn vor der Zahl steht, wie viel Arbeit sie abdeckt. Diese Reihenfolge klärt das in einem Telefonat:

  1. Lassen Sie den Seitenumfang schriftlich festhalten. Fünf Seiten oder zwölf Seiten sind zwei verschiedene Aufträge.
  2. Klären Sie, wer Texte und Bilder liefert. Das ist der Posten, der Offerten am stärksten auseinandertreibt.
  3. Fragen Sie nach den laufenden Kosten, bevor Sie unterschreiben, nicht nach dem ersten Jahr.
  4. Fragen Sie, was eine spätere Änderung kostet und wer sie ausführt.

Der Massstab dahinter ist einfach: Eine Offerte ohne aufgeschlüsselten Umfang ist keine Offerte, sondern eine Zahl mit einem Logo darüber. Wer die Aufschlüsselung nicht liefert, will nicht verglichen werden.

Und die Zahl unter dem Strich ist ohnehin nur die halbe Rechnung. Eine Website, die niemand findet, ist auch für 2'000 Franken zu teuer: warum Seiten trotz sauberem Auftritt leer bleiben, steht im Beitrag Website bringt keine Kunden: 5 Gründe.

Was nach dem Launch weiterläuft

Der Kaufpreis ist der eine Teil, der Betrieb der andere. Domain und Hosting laufen monatlich weiter, und für spätere Anpassungen liegt der Stundensatz in der Schweiz bei rund 150 Franken.

Eine Website ist kein Möbelstück, das man einmal hinstellt. Sie läuft: Seiten kommen dazu, Inhalte werden nachgefüllt, Angebote ändern sich. Was diesen Takt nicht bekommt, veraltet, und dann bezahlen Sie im dritten Jahr denselben Betrag noch einmal. Diese Arbeit gehört in die Rechnung, bevor unterschrieben wird, nicht in eine spätere Überraschung.

Das KMU-Portal des Bundes trennt die Entscheidung deshalb zuerst nach Bauart und nicht nach Budget: die Fertiglösung nennt es die einfachste, schnellste und billigste Methode, die individuell gebaute Website braucht mehr Zeit und kann für ein kleines Unternehmen vergleichsweise hohe Kosten bedeuten.

Auch die Bundesstelle nennt an dieser Stelle keine Zahl. Das ist kein Versäumnis, das ist die ehrliche Antwort auf die Preisfrage: Ohne definierten Umfang gibt es keinen Preis, nur eine Spanne.

Wer diese Unsicherheit loswerden will, dreht die Frage um und lässt zuerst den Umfang festschreiben, dann die Zahl. Genau so funktioniert ein Festpreis: die Liste steht vor der Summe, nicht danach. Und wenn die bestehende Seite längst bezahlt ist, aber nichts einbringt, liegt das selten am Preis: Website bekommt keine Anfragen: die zwei Ursachen.

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