Grund 1: Gebaut für den Launch, nicht für den Betrieb
Der häufigste Fall ist kein Fehler im Bau. Die Seite ging live, sah gut aus, und danach passierte nichts mehr.
Ein Praktiker formuliert das im Netz so: «Ich sehe täglich Websites die für kleines Geld zusammengeschustert wurden und die Unternehmen wundern sich warum das nicht reicht, um neue Kunden zu gewinnen.» Das Problem ist nicht der Preis der Seite. Das Problem ist, dass sie als Projekt mit Abnahmedatum behandelt wurde statt als etwas, das jeden Monat Output liefern muss.
Eine Website ist kein Bauprojekt mit Abnahmedatum. Sie ist eine Maschine, die läuft oder eben stillsteht.
Grund 2: Sie fehlen dort, wo lokal gesucht wird
Die Suche nach Dienstleistern in der Schweiz ist zu einem grossen Teil eine Ortssuche. Allein die Kombination aus Leistung und Stadt bringt es bei «webdesign st. gallen» auf 260 Suchanfragen pro Monat, mehr als der landesweite Begriff.
Wer auf seiner Seite keinen sauberen Ortsbezug trägt, also keine Region, keinen Standort, keine lokal formulierten Leistungsseiten, kämpft um die allgemeine Nachfrage statt um die, die zwanzig Minuten entfernt sitzt. Das ist der teuerste Kampf, den ein KMU führen kann. Welche drei Orte über regionale Auffindbarkeit entscheiden, steht im Beitrag wie ein KMU sichtbar wird.
Grund 3: Die Seite beantwortet die Fragen nicht, die gestellt werden
Schauen Sie sich an, was rund um Websites in der Schweiz tatsächlich gesucht wird.
Die folgende Tabelle zeigt die Nachfrage so, wie sie in den Keyword-Daten steht, nicht so, wie man sie sich wünscht. Jede Zeile ist eine Frage, die jemand stellt, und jede Zeile ist eine Seite, die auf den meisten Firmen-Websites fehlt.
| Suchbegriff (CH) | Volumen | Worum es geht |
|---|---|---|
| webdesign st. gallen | 260/Mt | Wer baut |
| webdesign agentur schweiz | 170/Mt | Wer baut |
| was ist ein cms | 140/Mt | Werkzeug |
| website erstellen lassen kosten | 70/Mt | Preis |
| was ist eine landing page | 50/Mt | Werkzeug |
| website erstellen lassen kosten schweiz | 30/Mt | Preis |
Dazu kommt die Mechanik der KI-Suche. Das Google-Patent zum Query Fan-Out beschreibt, dass eine einzige Anfrage in viele Unterfragen aufgefächert wird und die Antwort aus den Quellen zu diesen Unterfragen zusammengesetzt wird. Eine Seite, die nur eine Behauptung über sich selbst trägt, deckt keine dieser Unterfragen ab. Sie kommt gar nicht erst in die Auswahl.
Grund 4: Der Preis bleibt eine Blackbox
Die Kostenfrage ist in den Daten nicht eine Suchanfrage, sondern ein ganzes Nest davon: «website erstellen lassen kosten», dieselbe Frage mit Schweiz-Zusatz, dann mit dem Wort professionell, dann als monatliche Kosten, dann für Onlineshops. Sechs Varianten derselben Unsicherheit.
Die meisten Websites beantworten davon keine einzige. Der Interessent liest die Leistungsseite, findet keine Grössenordnung und geht zurück in die Suche. Meine Position dazu ist klar: Wer den Preisrahmen komplett verschweigt, filtert nicht die Falschen weg, sondern die Ernsthaften.
Grund 5: Man findet die Seite, aber nicht Sie
Der fünfte Grund liegt neben der Website. Ein Kunde beschreibt seinen Versuch, eine Firma zu erreichen, so: «wenn man nach dem Unternehmen googelt bekommt man nur eine Adresse, zwei Mail Adressen und eine private Nummer. Anrufe kommen nicht durch.»
Eine Seite, die Vertrauen aufbaut, und ein Unternehmen, das im Netz nicht greifbar ist, heben sich gegenseitig auf. Firmenname, Adresse und Telefonnummer müssen überall identisch stehen, die Seite braucht ein Gesicht, und auf eine Anfrage gehört am selben Tag eine Antwort.
Ob eine Website in KI-Antworten überhaupt als Quelle auftaucht, ist eine Messfrage und das Fachgebiet der Schwester-Brand Seonar. Die Datenlage ist dort noch dünn: SISTRIX beobachtet die Ausbreitung von KI-Antworten in den Suchergebnissen für den deutschen Markt, eine eigene Schweizer Abdeckungszahl gibt es bislang nicht, und die deutschen Werte lassen sich nicht eins zu eins übertragen.
Was daraus folgt
Keiner dieser fünf Gründe verschwindet durch ein neues Design. Alle fünf verschwinden durch Betrieb: Seiten, die die gesuchten Fragen beantworten, Ortsbezug, Preisklarheit, saubere Kontaktdaten und ein Takt, in dem laufend etwas dazukommt. Dafür ist die Fabrik gebaut.
Zehn Minuten reichen, um zu sehen, welcher der fünf Gründe bei Ihnen greift: Der Marketing-Check geht Ihre Seite durch, und wenn Sie die Befunde lieber direkt besprechen, hier geht es zum Kontakt.